Immer wieder höre ich in meinem Mentalen Geburtsvorbereitungskurs und in der Beratung, dass schwangere Frauen Angst haben, bei der Geburt die Kontrolle abzugeben. Meist fällt es ihnen auch schwer, Kontrolle in anderen Bereichen loszulassen – im Beruf, in der Partnerschaft, bei sich selbst. Die Kontrolle der eigenen Gefühle mal abzugeben und einfach seinen Empfindungen freien Lauf zu lassen – unvorstellbar für manche Frauen.



Doch die Kontrolle bei der Geburt abzugeben bedeutet nicht, die Kontrolle in anderen Bereichen abgeben zu müssen. Hier geht es nur mal um die Geburt selbst.

Als Frau hört man immer wieder, man solle die Kontrolle abgeben, der Natur freien Lauf lassen bei der Geburt, schließlich weiß der Körper, was er braucht und wie er ein Kind auf die Welt bekommt. Soweit, so gut.


Aber warum fördert das Loslassen den Geburtsprozess? Und kann frau wirklich gar nichts kontrollieren bei der Geburt?


Die Kontrolle bei der Geburt abzugeben bedeutet einfach loslassen und sich entspannen zu können. Bei der Geburt lässt du deine Sorgen los, deine Ängste, deine Gefühle dürfen frei fließen, wie sie möchten. Du darfst so sein, wie du bist. Du lässt die Anspannung in deinem Körper los, so dass sich die Muskeln und die Gebärmutter besser entspannen können. Und dies unterstützt deinen Geburtsprozess, der Muttermund öffnet sich leichter und dein Baby kann rascher zu dir kommen.

Dieses Loslassen können kann manchmal aber sehr schwer sein, weil es auch bedeutet, Vertrauen zu haben. Vertrauen in dich selbst, dass du die Geburt gut schaffen wirst, in deinen eigenen Körper, dass er fähig ist, dein Kind auf die Welt zu bringen, Vertrauen in dein Kind selbst, Vertrauen in den Geburtsprozess und ein Grundvertrauen, dass alles gut gehen wird.


Was kannst du nun bei der Geburt deines Kindes kontrollieren? Du kannst deinen Atem kontrollieren mit einer Atemtechnik, die den Geburtsprozess unterstützt. Du kannst deine Gedanken kontrollieren und du kannst deine Gefühle kontrollieren. Du kannst auch kontrollieren, wer dich bei der Geburt deines Kindes unterstützt und was diese Person machen soll.

All dies braucht eine gute Vorbereitung, damit es dann auch bei der Geburt super klappt.

Gezielte Entspannungsübungen oder eine mentale Geburtsvorbereitung oder hypnoaktive Geburtsvorbereitung unterstützen dich dabei.


In meinem Blogpost "Ängste in der Schwangerschaft und was du dagegen tun kannst" erfährst du mehr über weitere Ängste und Sorgen und eine hilfreiche Visualisierungsübung zum Auflösen der Ängste.



Autorin:

Mag. Jacqueline Hauser, Psychologin und Energetikerin,

spezialisiert auf schwangere Frauen und junge Mütter



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